Besuch eines Bio – Bauernhofs im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche am JSG

„Bio-Rindfleisch aus Arnstein-Binsfeld  -  gut zum Essen“.

So wirbt Herr Burkard Sauer, der nunmehr seit 20 Jahren einen Ökolandbau-Betrieb betreibt, auf seiner Homepage.

Als Mitglied im Verband Naturland liegt ihm das Wohlergehen der Tiere ebenso am Herzen wie auch die nachhaltige Bewirtschaftung. So hält er ein Drittel seiner Rinder in den Sommermonaten dauerhaft auf der Weide. Die Weidehaltung von Rindern ist in Mainfranken etwas schwieriger als z.B. im Allgäu, da die geringe Niederschlagsmenge sehr viel Weidefläche pro Tier (ca. ein Hektar) erforderlich macht. Zusätzlich zur Weidehaltung haben alle Tiere ganzjährig einen befestigten Auslauf am Stall angebaut. Zusammen mit seiner Frau betreibt der studierte Landwirt eine „extensive und naturnahe Mutterkuhhaltung“, das heißt, es werden die Kälber von ihrer Mutter gesäugt und aufgezogen. Bei der Ernährung und auch bei der Schlachtung der Tiere setzt der Landwirt auf Regionalität.

Damit war der Betrieb für eine Schülergruppe unserer Schule, die sich am 15.10. 2019 mit den Lehrkräften Frau Emmert und Herrn Hüttenhofer dorthin auf den Weg machten, eine ideale Veranschaulichung zum Thema Nachhaltigkeit.

Nach umfassenden Erläuterungen von Herrn und Frau Sauer fanden sich Herr Kirsch, der Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes des Landkreises Main-Spessart, und zwei seiner MitarbeiterInnen auch auf dem Hof ein und informierten über die Beweidung sowie die Bedeutung und Nutzung von Streuobstwiesen in der Region. Anschließend begab sich die Schülergruppe mit den Referenten zu den Streuobstwiesen und den Weideflächen der Fa. Sauer. Hierbei veranschaulichte Herr Kirsch, dass das Landschaftsbild immer auch eine Folge klimatischer Verhältnisse ist und der heutige Weinanbau nur noch auf einem Zehntel der damaligen Fläche betrieben wird. 

Text und Bilder von Ruprecht Hüttenhofer

verfasst von R.Keil am