Erasmus + Programm in Amsterdam: Ein Blick auf SDGs und KI
In der Woche vom 9.11.-15.11. 2025 hatten wir die Gelegenheit, an einer sechstägigen Schulung für Lehrkräfte bei Europass in Amsterdam teilzunehmen, die durch das Erasmus+ Programm finanziert wurde. Der Fokus des Programms lag im Bereich SDGs (Sustainable Development Goals) und dem Einsatz von ICT-Tools im Unterricht. Eine Frage, die sich uns u.a. stellte war: Wie können wir unseren Schülerinnen und Schülern die Nachhaltigkeitsziele der UNO interessant vermitteln? Im Rahmen der Schulung wurden aber nicht nur für die Schule wichtige Nachhaltigkeitsziele vorgestellt, sondern auch viele innovative KI-Tools und deren Einsatz wurde kritisch hinterfragt und beleuchtet. Gewinnbringend war nicht nur die Möglichkeit des Ausprobierens der Programme und des Austauschs mit den anderen internationalen Lehrkräften, sondern auch die stetige Problematisierung sowohl ethischer als auch umweltbezogener Aspekte der KI-Nutzung. Thematisiert wurden zum Beispiel Manipulation durch die jeweiligen Programmierer, die teils sehr wenig fundierte Datengrundlage, auf der KI-Ergebnisse basieren und der hohe Ressourcenverbrauch, sowohl von Wasser als auch Energie.
Nach dem Kursprogramm konnten wir teils in der Gesamtgruppe Amsterdam erkunden. Die lebendige Stadt mit ihren vielen Museen hat uns in ihren Bann gezogen, wir mussten aber immer auf der Hut sein, nicht von einem von tausenden von Radfahrern überfahren zu werden. Der Austausch mit Kolleginnen aus verschiedenen Ländern öffnete viele neue Perspektiven und Einblicke. Auch eine Vorstellung des niederländischen Schulsystems war sehr interessant. Hier überraschte uns vor allem die Tatsache, dass alle Schülerinnen und Schüler in den Niederlanden mit 12 Jahren einen Test absolvieren müssen, dessen Ergebnis über ihre weitere Schullaufbahn entscheidet.
Als Fazit lässt sich festhalten, dass das Erasmusprogramm eine wertvolle Erfahrung war, die uns nicht nur neue Werkzeuge und Ideen für unseren Unterricht mitgeben konnte, sondern wieder aufgezeigt hat, wie wichtig es ist, unsere Schüler dafür zu sensibilisieren Inhalte der KI kritisch zu hinterfragen. Auch die Rolle emotionale Intelligenz in der Bildung wurde uns vor Augen geführt. In welcher Weise wir die neuen Erkenntnisse im Unterricht umsetzen können, wird sich zeigen. Viele Ideen dazu habe wir auf alle Fälle mitgenommen. Dies gilt sowohl für die Verwendung von KI-Tools als auch für mögliche Projekte im Gebiet der Nachhaltigkeit an unserer Schule: Kleidertausch, nachhaltiges Frühstück, Fast Fashion und viele weitere Themen wären hier möglich. Wir sind gespannt wofür wir unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch Kolleginnen und Kollegen begeistern können.
Text und Bild: Andrea Naujoks und Heiko Gase
