Erinnerung sichtbar machen – Schülerinnen und Schüler reinigen Stolpersteine in Laudenbach

Auf Einladung des Bürgermeisters Herrn Hombach beteiligte sich das Leistungsfach Geschichte unter der Leitung von Frau Hülsmann am 29. Oktober 26 an der Reinigung der Stolpersteine in Laudenbach bei Karlstadt.

Die kleinen Gedenktafeln im Straßenpflaster erinnern an Menschen, die während der nationalsozialistischen Diktatur verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Sie befinden sich jeweils an dem Ort, an dem die Verfolgten zuletzt freiwillig gelebt haben.

Mit der Reinigung der Stolpersteine setzten die Schülerinnen und Schüler ein bewusstes Zeichen gegen das Vergessen. Diese auf den ersten Blick kleine Geste besitzt eine große symbolische Bedeutung: Die Namen auf den Steinen werden wieder sichtbar, die Erinnerung an die Verfolgten wird wachgehalten und den Opfern wird ein Stück ihrer Würde zurückgegeben.

Eine besondere Vertiefung erfuhr die Aktion durch die anschließende Auseinandersetzung mit den Biographien der Verfolgten. In der ehemaligen Synagoge in Laudenbach stellten die Schülerinnen und Schüler die Lebensgeschichten vor. Dadurch wurden hinter den Namen auf den Stolpersteinen die Menschen sichtbar – mit ihren persönlichen Lebenswegen, Hoffnungen und Schicksalen. So wurde eindrücklich erfahrbar, dass jeder Stolperstein an ein individuelles Leben erinnert und die Erinnerung daran eine Verantwortung ist, die auch die nachfolgenden Generationen tragen.

Die Aktion machte deutlich, dass Erinnerungskultur nicht nur aus dem Blick in die Vergangenheit besteht, sondern auch eine Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft bedeutet. Denn jeder einzelne Stolperstein steht für ein individuelles Schicksal – und dafür, dass diese Menschen nicht vergessen werden dürfen.

Bild und Text: Martina Hülsmann

verfasst von M.Wolf am