Projekte und Exkursionen

Geographie erleben – Lernen vor Ort

Geographie findet nicht nur im Klassenzimmer statt. Bei Exkursionen, Unterrichtsgängen und Projekten können unsere Schülerinnen und Schüler geographische Fragestellungen unmittelbar untersuchen und ihre Kenntnisse praktisch anwenden.

Ob Stadtentwicklung, Landwirtschaft, Gewässer, Landschaftsformen oder nachhaltige Energienutzung: Die Begegnung mit realen Räumen eröffnet neue Perspektiven und macht Zusammenhänge anschaulich.

Auf dieser Seite geben wir Einblicke in ausgewählte Aktivitäten unserer Fachschaft und berichten über Projekte, Exkursionen und besondere Lernerfahrungen.
 

Gletscherexkursion ins Ötztal – Geographie hautnah erleben

Juli 2026 | Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe

Wie verändert der Klimawandel unsere Hochgebirgslandschaften? Welche Spuren hinterlässt der Rückgang der Gletscher? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe bei einer mehrtägigen Exkursion ins österreichische Ötztal.

Die Exkursion wurde gemeinsam mit der Geographiedidaktik der Universität Würzburg unter der Leitung von Dozent Thomas Amend geplant und durchgeführt. Die Zusammenarbeit zwischen unserer Schule und der Universität besteht bereits seit vielen Jahren. Insgesamt nahmen 45 Personen an der Exkursion teil.

Vom Tourismus im Tal in die hochalpine Gletscherwelt

Den Auftakt bildete ein Aufenthalt in der Area 47. Dort untersuchten die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung des Tourismus für die Region und setzten sich mit der touristischen Nutzung des alpinen Raums auseinander. Bei einem weiteren Halt in Sölden wurde eben dieses Thema auch mit dem örtlichen Tourismusmanager diskutiert. Anschließend ging es weiter nach Vent und hinauf zur Vernagthütte, dem Ausgangspunkt für die Untersuchungen im Hochgebirge.

In der Umgebung der Hütte standen der Gletscher und seine Umgebung im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler führten Untersuchungen zu klimatischen Bedingungen durch und beschäftigten sich mit Vegetation und geomorphologischen Prozessen. So wurden die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Klima, Landschaft und Umwelt unmittelbar erfahrbar.

Ein besonderes Erlebnis war die Beobachtung eines Murengangs aus sicherer Entfernung. Dieses Ereignis verdeutlichte eindrucksvoll die Dynamik hochalpiner Landschaften und die Bedeutung von Naturgefahren im Gebirge.

Den Klimawandel vor Ort erleben

Der Gletscherrückgang und die Veränderungen der alpinen Landschaft machten die Folgen des Klimawandels unmittelbar sichtbar. Die Exkursion verband theoretische Inhalte mit praktischen Untersuchungen im Gelände und zeigte, wie spannend und aktuell geographisches Arbeiten sein kann.

Unser Dank gilt der Geographiedidaktik der Universität Würzburg und insbesondere Dozent Thomas Amend für die langjährige Zusammenarbeit sowie die gemeinsame Planung und Durchführung dieser besonderen Exkursion.

 

 

 

Erasmusfahrt nach Neapel

Ciao Napoli- das JSG geht mit Erasmus auf Entdeckungstour

Eine Woche in Neapel - Pizza, Sonne, Urlaub? 

Pizza ja, aber von Sonne und Urlaub hätte sich mancher mehr gewünscht, zum einen wegen des sintflutartigen Regens, der uns ab und an heimsuchte, zum anderen wegen des vollen und anspruchsvollen Programms, das die Fahrt auszeichnete.  20 Schülerinnen und Schüler der Geographie- und Biologie-Leistungsfächer des Johann- Schöner- Gymnasiums Karlstadt machten sich im Rahmen des Erasmus-Projekts auf den Weg nach Neapel. Bereits zum zweiten Mal fand der Austausch mit dem Liceo Virgilio in Pozzuoli statt – und die Vorfreude auf das Wiedersehen mit den italienischen Partnerschülerinnen und -schülern war groß. Eine Woche lang erkundete die Gruppe gemeinsam die Region, entdeckte spannende Zusammenhänge zwischen Natur und Geschichte und erlebte, wie lebendig Unterricht außerhalb des Klassenzimmers sein kann. Zwar machte das Wetter gelegentlich einen Strich durch die Rechnung, doch an vielfältigen Eindrücken und herzlichen Begegnungen mangelte es nicht. An der Partnerschule in Pozzuoli wurden die deutschen Gäste herzlich mit Musik und Gesang empfangen. Bei kreativen Workshops und einer anschließenden Exkursion lernte die Gruppe die faszinierende Vulkanlandschaft der Phlegräischen Felder kennen. Doch auch Neapel zeigte sich von seiner vielfältigen Seite: Bei einer Stadterkundung und dem Besuch des theologischen Instituts in Posillipo erhielten die Jugendlichen Einblicke in die kulturellen Besonderheiten der Stadt. Im Aquarium von Neapel und dem Turtle Point in Portici stand die Unterwasserwelt des Mittelmeers im Mittelpunkt. Im Nachbarort Ercolano machten anschließend die Ausgrabungen und das Museo Archeologico Virtuale das Leben in den antiken Städten und die Folgen des Vesuvausbruchs von 79 n. Chr. anschaulich. Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen hieß es schließlich Abschied nehmen. Mit vielen neuen Eindrücken und Erinnerungen im Gepäck trat die Gruppe zufrieden die Heimreise an.  Eine kleine Enttäuschung blieb allerdings: Aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen war der Vesuv gesperrt, sodass die geplante Besteigung des berühmten Vulkans leider ausfallen musste. Vielleicht war das ein Wink des Schicksals – und eine Einladung, noch einmal nach Neapel zurückzukehren? 

Andrea Meyerhöfer 

 

Solfatara in Pozzuoli

Virtuelles Archäologisches Museum

Gemeinsamer Workshop mit den AustauschpartnerInnen