Zwei Wochen Frankreich – ein unvergessliches Erlebnis
Wie sieht der Alltag unserer französischen Austauschpartner aus? Wie leben sie so?
Solchen Fragen wollten elf Schülerinnen und Schüler des Johann-Schöner-Gymnasiums Karlstadt auf den Grund gehen und wagten Mitte September einen besonderen Schritt: Ohne Begleitung einer deutschen Lehrkraft besuchten sie für zwei Wochen ihrer Austauschpartner an ihrer Schule in Pornic, Frankreich.
Während dieser Kurzzeit-Mobilität, die durch das EU-Programm Erasmus+ gefördert wurde, erhielten die Jugendlichen der Jahrgangsstufen 9 bis 12 spannende Einblicke in das Leben ihrer französischen Altersgenossen. Neben der Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse erweiterten sie vor allem ihren kulturellen Horizont.
Die Schülerin Helena Freygang erinnert sich: „Wir waren sehr gespannt auf die Menschen, die Stadt und natürlich auf die französische Sprache. Uns war jedoch bewusst, dass nicht alles einfach werden würde.“
Schon bald stellten die Schülerinnen und Schüler fest, dass der französische Schulalltag anspruchsvoll sein kann. Unterricht bis 18 Uhr war keine Seltenheit. Anfangs erschwerte zudem die Sprachbarriere die Kommunikation. Besonders wenn französische Lehrkräfte Sachverhalte in einem ungebremsten Sprechtempo erklärten, war volle Konzentration notwendig. Doch mit jedem Tag wuchs das Selbstvertrauen, und die Jugendlichen trauten sich zunehmend, Französisch zu sprechen.
Neben dem Schulbesuch boten die meisten Gastfamilien ihren Gästen die Möglichkeit, die Umgebung kennenzulernen. Ausflüge nach Nantes, Bootsfahrten, Besuche im Tierpark „Planète Sauvage“ oder die Besichtigung des U-Boot-Bunkers in Saint-Nazaire standen häufig auf dem Programm. Aus kulinarischer Sicht gab es viele regionale Spezialitäten zu entdecken, von Galettes und Crêpes bis hin zu Meeresfrüchten und Fisch.
Besonders in Erinnerung bleiben werden die gemeinsamen Unternehmungen. „Nach der Schule gingen wir oft zusammen ans Meer oder trafen uns mit anderen Austauschschülern. Dabei entstanden viele schöne und lustige Erinnerungen“, berichtet Helena.
Vor allem die herzliche Gastfreundschaft der Menschen in Pornic beeindruckte die Gruppe nachhaltig. „Wir haben neue Freundschaften geschlossen, den Alltag unserer Gastfamilien hautnah erlebt und uns immer besser auf Französisch verständigt. Wir haben viel über Frankreich, die französische Sprache und auch über uns selbst gelernt. Trotz mancher Herausforderungen können wir diesen Schüleraustausch uneingeschränkt weiterempfehlen“, fasst Helena ihre Erfahrungen zusammen.
Text:Helena Freygang, Anja Oliva
Bild: Laurence Verdier
